ALL SAINTS HIGH von L. J. Shen

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All Saints High

Kennt ihr dieses Gefühl, dass man manchmal einfach so lange auf ein Buch hin fiebert und dann nicht alles so läuft, wie man sich das vorstellt? Zu Anfang habe ich bei diesem Buch ehrlich nicht gewusst, wohin mit mir. Mobbing, Präsenz, Arroganz – einfach alles Schlechte war in diesem Buch vertreten.


Aussehen ist nicht alles

Die ersten Seiten waren mir zu oberflächlich und haben mich zu sehr an meine eigene Oberstufenzeit erinnert. Es war einfach furchtbar – aber dann ist mir bewusst geworden, dass es genau darum geht: Es geht um die eine Zeit, die uns formt und definiert, die einen wachsen lässt und eine Person zu der macht, die sie heute ist. Die Zeit, in der wir zu uns selbst und unserem eigentlichen Charakter finden, unserer Persönlichkeit, die wir in Zukunft sein wollen.


Klappentext

Bereits mit unserem ersten Kuss waren wir dem Untergang geweiht …

Daria Followhill ist reich, wunderschön und das beliebteste Mädchen der All Saints High. Sie müsste sich wie eine Prinzessin fühlen. Doch ihr Leben ist alles andere als perfekt. Seit sie vor vier Jahren aus Eifersucht die Zukunft der gleichaltrigen Silvia Scully zerstört hat, plagen sie schlimme Schuldgefühle. Als sie nun erfährt, dass Silvias Zwillingsbruder Penn nach dem Tod seiner Mutter kein Zuhause mehr hat, sorgt sie kurzerhand dafür, dass ihre Eltern Penn bei sich aufnehmen. Und obwohl er keinen Zweifel daran lässt, dass er Daria hasst, ist sie machtlos gegen das heftige Kribbeln zwischen ihnen. Dabei weiß sie, dass seine Liebe sie zerstören könnte …


Es geht um die Zeit, die uns formt

Auch, wenn ich ungern an meine eigene Schulzeit zurückdenke, wäre ich ohne die Erlebnisse, ohne Mobbing, ohne sich selbst zu verstellen nicht diejenige geworden, die ich heute bin. Genau, wie diese Entwicklung für mich persönlich war, wachsen die Protagonisten zusammen mit dem Buch – und genau diese starke Entwicklung macht die gesamte Storyline aus.

Das Setting und auch die Protagonisten erinnern mich persönlich sehr an „Gossip Girl“ – da gibt es zum Einen den Außenseiter, dann die Prinzessin der Schule, die Sportskanone und natürlich auch die, die versuchen, mitzuhalten, sich anzupassen, ohne Rücksicht auf Verluste. Gerade zu Anfang ähnelten die beschriebenen Personen – Protagonisten sowie Nebencharaktere – vom Charakter durch die Bank weg dem des berühmt-berüchtigten Chuck Bass. Aber auch hier hat sich im Laufe des Buches jeder für sich weiterentwickelt und ist von der Raupe zum Schmetterling geworden. Ich bin wirklich gespannt auf den weiteren Verlauf der Reihe und ebenfalls auf die Charakterentwicklung.


Thema mit Tiefgang

Insgesamt wurde ich im Verlauf des Buches von der Message der Story überzeugt und empfinde diese Thematik als äußerst wichtig. Gerade die Selbstfindungsphase ist ein immer währendes Thema unter den jüngeren Buchliebhabern – vielleicht ist die Umsetzung hier etwas drastisch, aber leider schon sehr realitätsnah.

Dieses Buch behandelt die Zeit, die uns formt. Die, in der wir lernen, uns selbst so zu akzeptieren, wie wir sind.

BUECHERSCHMUCK

Bewertung
★★★★


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