Checkliste für eine gute Rezension

Wir beschäftigen uns so viel mit unseren Büchern und den Geschichten, die sich darin verbergen, dass wir oft vergessen, wie wichtig eigentlich Rezensionen sind. Nicht nur für andere Lesenden als eine Art Entscheidungshilfe, sondern vor allen Dingen für die Autoren, die so viel Arbeit in ihr Werk gesteckt haben. Was Worte erreichen oder gar anrichten können, ist uns beim Schreiben von Rezensionen oftmals gar nicht richtig bewusst, denn wir verfassen diese oft in unserem Gefühlswahn, indem wir uns nach Beenden eines Buches immer noch befinden.

Um dennoch eine gute – und vor allen Dingen konstruktive – Rezension eines Buches zu verfassen, kann man mehrere Schritte und Tipps beachten. Dadurch müsst ihr euch niemals Sorgen machen, wie eure Rezension ankommt. Es geht nämlich oftmals nicht um das WAS, sondern tatsächlich darum, wie etwas begründet wird.

Was ist eine Rezension?

Eigentlich ist der Begriff „Rezension“ ein Fachbegriff für eine Buchkritik. Diese findet man meistens in den sozialen Medien, wie beispielsweise Instagram, oder auch auf verschiedenen Blogs. 

In einer Rezension setzen wir uns mit einem Buch auseinander, was wir gelesen haben: Dabei solltet ihr auf den Inhalt den Schreibstil des Buches eingehen sowie eure eigene Meinung erklären.

Ihr könnt dabei immer folgende Fragen beantworten:

  • Welche Beweggründe habe ich, die meine Meinung beeinflusst?
  • Warum hat mich das Buch begeistert? Wieso hat es mir überhaupt nicht gefallen? 

Aufbau einer Rezension

Auch eine Rezension besteht aus einer Überschrift, einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss. Dabei müsst ihr selbst natürlich keinen halben Roman schreiben, aber achtet darauf, dass euer Text einen zusammenhängenden Kontext beinhaltet – so ist es nicht nur für dich, sondern auch für andere interessierte Lesende einfacher zu verstehen, was genau die Beweggründe für diese Rezension sind.


Die Einleitung

Macht den Lesenden mit eurer Einleitung neugierig – ich habe euch bereits ein paar Tipps zum Schreiben von Texten vorgestellt, die ihr in einer Rezension ebenfalls anwenden könnt.

Der Hauptteil

Hier könnt ihr grob die Handlung des Buches und auch deine Gefühlslage während des Lesens darlegen. Achtet aber unbedingt darauf, eure Rezension – soweit es möglich ist – spoilerfrei zu halten, damit ihr anderen nicht die Spannung eines eventuellen Plottwist nehmt oder vielleicht sogar etwas Wichtiges vorwegnehmt. Falls doch einmal Spoiler enthalten sein sollten, seid so fair und gebt eine kleine Spoilerwarnung am Anfang eurer Rezension aus. Niemand möchte das Ende wissen, ohne den gesamten Inhalt zu kennen, oder?

Zum Schluss: Eure Leseempfehlung

Im Schlussteil eurer Rezension kann eine Leseempfehlung ausgesprochen werden. Auch die Bewertung findet hier ihren Platz – ihr könnt auch gern einen Bezug oder einen Vergleich zu anderen Büchern herstellen oder auf darauf hinweisen, wem dieses Buch gefallen könnte. Schön ist es auch, wenn die Rezension einen prägenden, aber zusammenfassenden Schlusssatz enthält, der die gesamte Bewertung deutlich werden lässt.


Vorsicht bei schlechten Rezensionen

Wichtig ist dabei immer, dass eine Rezension sowie die Kritik konstruktiv ist. Nur, wer seine Meinung gut begründen und argumentieren kann, schreibt eine für den Lesenden wertvolle Rezension, mit der auch ein Autor etwas anfangen kann. Schließlich lernen diese auch von unseren Kritiken. Fallen diese aber unbegründet schlecht aus, kann das für einen Autor teilweise auch existenzbedrohend sein.


Methode AIDA-Prinzip

Habt ihr schon einmal etwas von dieser Methode gehört? Sie ist wirklich hilfreich für das Schreiben guter Rezensionen. AIDA ist eine englische Abkürzung und steht für Attention, Interest, Desire und Action.

Attention

Schafft Aufmerksamkeit! Mit kurzen, prägnanten Sätzen könnt ihr auf eure Rezension aufmerksam machen. Diese Worte müssen allerdings so gut gewählt sein, dass sie dem Lesenden sofort ins Auge gefallen – die menschliche Aufmerksamkeit entwickelt sich binnen eines Bruchteils einer Sekunde. Genau dieser Moment muss eingefangen werden, um den Lesenden zu halten.

Interest

Wecke mit deinen gewählten Worten Interesse beim Lesenden: Wenn ihr die Grundlage der Aufmerksamkeit geschaffen habt, könnt ihr diese weiter ausbauen, indem ihr hier auf eure Beweggründe eingeht. Das können unter anderem Gefühle sein, die ihr während des Lesens empfunden habt – was hat euch Gänsehaut beschert? Was war ein prickelnder Moment, in dem ihr euch komplett gefangen gefühlt habt?

Desire

Hier wird der Wunsch des Lesenden beschrieben, dieses Buch ebenfalls zu besitzen oder es lesen zu wollen. Schreibt eure Rezensionen so ehrlich und konstruktiv, dass ihr andere mit euren Worten überzeugen könnt: Lasst den Wunsch entstehen, das Buch unbedingt lesen zu wollen.

Action

Dieser Schritt beschreibt den Entschluss dazu, eine Handlung vorzunehmen. Entweder werden diejenigen, die deine Rezension gelesen haben, das rezensierte Buch nicht kaufen oder du gibst den letzten Schubs dazu, ein Buch endlich zu kaufen. Du bewegst andere dazu, deiner Empfehlung nachzugehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.