Tipps zum Schreiben von Texten

Kennst du dieses Gefühl, wenn deine Finger anfangen zu kribbeln und sich eine Idee in deinem Kopf festsetzt, die du unbedingt zu Papier bringen möchtest? Wenn sich dieser Gedanke zu dem einen Wunsch entwickelt, der Idee einen Namen zu geben? Ich bin keine Autorin, auch keine Lektorin, aber ich habe schon immer gern geschrieben – seien es Gedichte, Kurzromane oder auch Songtexte zu meinen selbst komponierten Melodien am Klavier. Ich weiß, wie es ist, wenn sich Worte in den eigenen Gedanken formen und sie zur Realität werden wollen.

Aber wie fange ich am besten an? Und womit? Genau damit habe ich mich beschäftigt, denn eigentlich begleiten uns Texte jeden einzelnen Tag – sei es in den sozialen Medien, auf unserer Arbeit oder auch in unseren geliebten Büchern. Ein paar wichtige Tipps für das strukturierte Schreiben von Texten habe ich in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

Emotion schlägt Information

Worte, die nicht nur über den Kopf, sondern vor allen Dingen über das Herz den Menschen erreichen, sind in der heutigen Zeit das A und O. Wenn du es schaffst, deine Lesenden tief im Herzen zu berühren oder irgendetwas in ihrem Inneren zu bewegen, empfängst du sie mit offenen Armen in deiner Welt.

Emotionale Trigger

Es gibt Kopfmenschen, es gibt Bauchmenschen: Die einen handeln nach ihrer Vernunft, die anderen intuitiv. Diejenigen, die oft auf ihr Bauchgefühl hören, wirst du anhand emotionaler Trigger schnell für dich gewinnen. Schreibe demnach so realitätsnah wie möglich und lass deine Protagonisten genauso tollpatschig sein, wie du und ich im wahren Leben auch wirklich sind. Genau diese Situationen sind es, die uns emotional an einen geschriebenen Text binden, ob wir es wollen oder nicht.

Psychologische Trigger

Ja, auch die menschliche Psychologie spielt beim Schreiben von Texten eine wesentliche Rolle. Wenn du deinen Text nach einem bestimmten Aufbau verfasst und indirekt Fragen beantwortest, die gar nicht gestellt wurden, kannst du die Aufmerksamkeit der Lesenden wecken.


Schreiben mit Methode

Hast du schon einmal etwas von er 4MAT-Methode gehört? Ich weiß, hört sich im ersten Moment total sinnlos an – aber wenn du nach dieser Methode arbeitest, wirst du schnell lernen effektiv zu schreiben.

Ich fange einmal von vorn an. Die 4MAT-Methode ist auf Bernice McCarthy zurückzuführen. Eigentlich ist diese Methode dazu da, eine Struktur und Klarheit in Präsentationen zu bekommen. Man kann sie aber auch wunderbar für das Schreiben von Texten anwenden – schließlich wollen wir auch dort einen roten Faden durchziehen, oder?


Jeder Grundtyp liest anders

In unserem Umfeld gibt es vier Grundtypen, die Informationen und Texte nach unterschiedlichen Aspekten aufnehmen. Durch den Austausch in den sozialen Medien – vor allen Dingen auf Bookstagram – wissen wir, wie unterschiedlich die Meinungen zu bestimmten Büchern ausfallen. Manchmal wundert man sich, wieso dieses eine Buch den anderen nicht so angesprochen hat, wie einen selbst, und wieso die eigene Begeisterung nicht geteilt wird. Das ist vollkommen normal und lässt sich ganz einfach erklären: Das liegt nicht nur an dem individuellen Geschmack, sondern auch daran, dass jeder Texte anders liest. Wendest du bei deinen Texten diese Methode an, kannst du alle vier Grundtypen ansprechen.


Die vier Grundtypen

Der Warum-Typ

Dieser Grundtyp kommt tatsächlich am Häufigsten vor. Er möchte wissen, warum das Thema, welches dein Text beinhaltet, für ihn interessant sein könnte. Ohne einen Anreiz für sein zu erweckendes Interesse wirst du diesen Lesenden schnell verlieren.

Der Was-Typ

Diesem Grundtypen musst du Fakten liefern: Er ist ein Faktenmensch, der genau wissen will, was im Einzelnen passiert. Gib diesem Grundtypen schnell Informationen, über die er nachdenken kann und die seine weitere Aufmerksamkeit halten.

Der Wie-Typ

Und hier haben wir den Grundtypen, der alles hinterfragt und wissen möchte, wie etwas funktioniert. Gut sind hier eingearbeitete Metaphern oder auch Situationen, die den Wie-Typ als Lesenden näher an deinen Text heranbringt.

Der Was-wäre-wenn-Typ

Konsequenzen sind das, womit sich der Was-wäre-wenn-Typ beschäftigt. Er stellt sich beim Lesen die Frage, was genau es ihm bringt, deinen Text zu lesen und welchen Mehrwert er daraus ziehen kann.


Das 4Mat-Prinzip

Stell dir vor dem Schreiben des Textes und auch beim Korrigieren immer folgende Fragen:

  • Warum ist das Thema interessant?
  • Was beinhaltet es?
  • Wie setze ich es um?
  • Wozu schreibe ich diesen Text?

Diese Methode hört sich schwieriger an, als sie tatsächlich ist. Im ersten Moment ist sie vielleicht etwas verwirrend, aber im Grunde genommen ist sie wirklich hilfreich.


Hast du gemerkt, dass ich in diesem Beitrag diese Methode bereits angewendet habe? Schließlich hast du meinen Text bis zum Ende hin durchgelesen. Irgendetwas muss also an dieser Methode dran sein 🙂

Hast du Interesse an mehr solcher Beiträge? Schreib mir gern dazu in den Kommentaren.


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